Baubeschreibung

 

Allgemein:

Die Sanierung der Turnhalle war aus mehreren Gründen notwendig. Der Hallenboden war nach 30 Jahren intensiver Benutzung nicht mehr gebrauchsfähig. Die Sanitären Anlagen und das gesamte Erscheinungsbild waren unterhaltsrückständig. Nach genauer Überprüfung wurde darüber hinaus eine erhöhte Schadstoffkonzentrationen von Amosit festgestellt wurden. Aufgabe war es durch den Einsatz einer neuen Lüftungsanlage und durch die Sanierung der Gesamten Halle einen zeitgemäßen Zustand zu erzeugen, der sich auch in der Darstellung der Halle auszeichnet.

 

Fassade:

Das Erscheinungsbild wird durch den großen ausladenden Dachraum geprägt. Der neue Pultdachraum beherbergt die Lüftungszentrale incl. der elektrotechnischen Steuerung für die Sumser-Halle. Der aufgesetzte Hut dient zum einen als Technikzentrale und zum anderen als Absorberfläche für die nach Süden ausgerichteten Kollektoren. Auf Grund der Größe des Daches konnte eine 600m² große Absorberfläche realisiert werden, die in den Sommermonaten das Badewasser der beiden Freibecken aufheizen können. Die Fassade des Dachkörpers besteht aus blank gepresstem und rückseitig mit Vlies kaschiertem Aluminium-Wellblech, die Dacheindeckung aus blank gepresstem vorgefertigtem Stehfalzblech. Die neue Pfosten-Riegel-Fassade aus Birke-Multiplex ermöglicht einen ungehinderten Blick von der Reutenerstraße aus durch die Halle hindurch auf den Bodensee und die gegenüberliegenden Schweizer Berge.

 

Innenbereich:

Der Innenraum der Sumser-Halle konnte aufgrund der umfangreichen Abbruchmaßnahmen neu gestaltet werden: Die sichtbaren Flächen der Prallwände bestehen aus 18,0 mm horizontal furniertem Birke-Multiplex, welche über einer Höhe von 2,25 m ab Oberkante Sportboden umlaufend aus akustischen Gründen gelocht sind. Zur weiteren Verbesserung der Raumakustik wurde aufgrund der Mehrfachnutzung der Halle eine abgehängte ballwurfsichere Akustikdecke eingebaut. In dieser Decke sind die Beleuchtung, die Drallauslässe der Lüftungsanlage, die Lautsprecher und die Sportgeräte integriert. Der Boden in der Sumser-Halle ist ein flächenelastischer Sportboden mit elastischer Konstruktion und hat einen Oberbelag aus hellblau marmoriertem Linoleum. Die Nasszellen und der Zugangsbereich wurden neu gestaltet und dem heutigen Stand der Technik angepasst. Im Regieraum wurde eine kleine Teeküche eingebaut um bei entsprechenden Veranstaltungen eine unabhängige Bewirtung durch den Nutzer zu ermöglichen.