Die gesamte neue Straße Rebhalde, sowie der Teil der Bestandsstraße Mittlerer Bildgasse sind deshalb als Spielstraße ausgewiesen. Weil alle neuen Grundstücksbesitzer gleich mit ihren Bauvorhaben begonnen haben, wir das gesamte Baugebiet zügig fertiggestellt sein. Fast in Rekordzeit entsteht also von der ersten Idee, über die Planung, Entwicklung bis zur Umsetzung ein völlig neues Wohngebiet in Wasserburg.

 

„Aufgrund des großen Engagements der Gemeinde, sowie Dank der ehrenamtlichen Gemeinderäte, die sich mit guten Ideen an der Entwicklung beteiligt haben, konnte die Erschließung und die Bebauung des Baugebietes Wasserburg Nord/Rebhalde so zügig umgesetzt werden“, erklärt Architekt Roman Schäfler, dessen Städtebau GmbH Raumwerk 5 GmbH mit der Erschließung, Planung und Umsetzung des neuen Baugebietes betraut worden war. „Gemeinsam sind wir eben bärenstark!“ sagt er. Die neuen Grundstückseigentümer/Bauherren stammen allesamt aus der nahen Region. Die Nachfrage war so groß, dass die Bauplätze innerhalb 14 Tage verkauft waren. Das zeige einerseits, wie groß der Wunsch und der Bedarf nach neuer Wohnfläche und Wohneigentum in der Gemeinde ist. Und andererseits, wie gut Dinge funktionieren können, wenn alle am gleichen Strick ziehen.

 

Familiengerechte Planung
Im Auftrag der ursprünglichen Grundstückseigentümer – das waren mehrere Landwirte, die beschlossen haben, das Vorhaben gemeinsam anzugehen, und endlich den bestehenden Bebauungsplan aus den 1970er Jahren umzusetzen – hat Raumwerk 5 das gesamte Baugebiet mit 27 Bauplätzen erschlossen, familiengerecht geplant und realisiert. Der städtebauliche Vertrag wurde im Juli 2014 abgeschlossen und bereits am 10. September dieses Jahres übergab Raumwerk 5 das erschlossene Baugebiet an die Gemeinde.
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wasserburg musste allerdings der alte Bebauungsplan abgeändert werden, um den inzwischen neuen Baubestimmungen gerecht zu werden. So musste beispielsweise der Hochwasserschutz und der Immissionsschutz in die Planungen einbezogen werden.

 

Aktiver und passiver Lärmschutz
Für den Immissionsschutz entscheid man sich für Lärmschutzwälle, die Dank der Kombination „aktiver und passiver Lärmschutz“ relativ niedrig gehalten wurden. Aktiv bedeutet, dass alle Häuser beispielsweise mit Lüftungsanlagen und Lärmschutzfenstern ausgestatte werden müssen. Passiver Lärmschutz betrifft die speziellen Wälle: Es sind Grünwälle, für die man sich entscheiden hat, weil sie stark absorbieren und sich durch ihren grünen Bewuchs wie sanfte Hügel ins Landschaftsbild einfügen. Neu ist auch, dass die Erschließungsstraße durch das gesamte neue Wohngebiet führt. Im alten Bebauungsplan, waren dafür zwei separate Straße vorgesehen, was das Baugebiet in zwei Teile getrennt hätte.

 

Alles auf dem neuesten Stand der Technik
Die Regenwasserthematik im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz wurde unter anderem mit Hilfe eines Regenwasserrückhaltebeckens gelöst. Selbstverständlich sind alle Leitungen für Strom, Gast, Frischwasser etc. auf dem neuesten Stand der Technik, und sogar Glasfaser wurde bereits verlegt, sodass jeder einzelne Bauherr nur noch die Anschlüsse von der Straße aus an sein eigenes Grundstück legen lassen muss. Das neue Wohngebiet liegt zudem zentrumsnah, die komplette Infrastruktur Wasserburgs ist fußläufig erreichbar und die Verkehrsanbindung sehr gut.

 

Neue Wohnfläche für Wasserburg
Das gesamte Bauvorhaben ist rein für Wohnzwecke ausgelegt, außer am Übergang zur Dorfstraße, dort könnte sich theoretisch nichtstörendes Gewerbe ansiedeln. Aber auch dort werden Wohnhäuser gebaut. Auf den 27 Grundstücken im neuen Baugebiet, entstehen so in Einfamilienhäusern und Doppelhäusern mit bis zu drei Wohneinheiten pro Grundstück, 21. 379,92 Quadratmeter Geschossfläche. Das bedeutet umgerechnet 17.103,94 Quadratmeter neue Wohnfläche für Wasserburg.

 

Das heimische Handwerk stärken
Die gesamten Gewerke wurden, wo immer möglich, an regionale Betriebe vergeben, insbesondere auch an Wasserburger Handwerksbetriebe. „Wir haben in Wasserburg hervorragende und leistungsstarke Handwerksbetriebe, die Arbeitsplätze und Ausbildung bieten. Durch ihre Einbindung in das Baugebiet Wasserburg Nord konnten wir einen Beitrag leisten, sie zu stärken“, freut sich Roman Schäfler.

 

Pluspunkte für die Gemeinde und die Region
Für die Gemeinde sind durch die Erschließung keinerlei Kosten entstanden. Das Baugebiet stellt eine Nachverdichtung dar – kein neues Baugebiet in einer Randlage der Gemeinde wurde erschlossen, sondern die einmalige Chance genutzt, in bereits bebauter Umgebung Fläche nachzuverdichten, was der Zersiedelung entgegenwirkt. 17.103,94 Quadratmeter neue Wohnfläche für Wasserburg. Einnahmen durch Grunderwerbssteuer für die Gemeinde. Rund 50 Millionen Euro Kapitalvolumen sind an Arbeitsleistung und Materialkosten an vorwiegende heimische Handwerksbetriebe vergeben worden. Durch die Neubürger kommt neue Kaufkraft nach Wasserburg. 50 Prozent sind Familien mit Kindern.